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08.05.–10.05.2025: Erinnerung ist Arbeit an der Gegenwart
Vom 8. bis 10. Mai 2025 lädt das Schauspielhaus Bochum zu einem vielstimmigen Programm ein, um 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über Krieg und Erinnerung, die Gefahren von altem und neuem Faschismus sowie die Herausforderungen für unsere demokratische Zukunft nachzudenken. In Zusammenarbeit mit dem Bochumer Bündnis Wir für Demokratie schaffen Diskussionsrunden, Lesungen, Konzerte und begleitete Busfahrten zu historischen Erinnerungsorten Raum für Reflexion und Begegnung.
18:00 – 19:00
Quartett für das Ende der Zeit
Kammermusik in acht Sätzen von Olivier Messiaen
in Zusammenarbeit mit den Bochumer Symphonikern
Der französische Komponist Olivier Messiaen vollendete sein Quartett für das Ende der Zeit (orig. Quatuor pour la fin du temps) für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier als Häftling in einem deutschen Kriegsgefangenenlager in Görlitz. Die Uraufführung mit weiteren inhaftierten Musikern fand ebendort am 15. Januar 1941 vor 400 Lagerinsassen und dem Wachpersonal statt.
Mit:
- Julia Puls, Klarinette
- Stephanie Himstedt, Violine
- Christof Kesper, Violoncello
- James Maddox, Klavier
19:30 – 21:00
„Die Würde des Menschen ist antastbar!“
Gespräch über die Entstehung einer faschistischen Gesellschaft
Wie entsteht eine faschistische Gesellschaft? Wie entstehen Stigmatisierungen von Menschengruppen und die Wiederkehr von solchen Mechanismen? Die Gäst*innen sprechen über das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft, z.B. in öffentlichen Institutionen, in Schulen und an Universitäten.
Moderation: Matthias Günther, Dramaturg Thalia Theater, Hamburg
Mit:
- Hannah Matz, Psychotherapeutin, Bergische Universität Wuppertal
- Dr. Slieman Halabi, Sozialpsychologe, Bergischen Universität Wuppertal
- Prof. Dr. Lorenz Narku Laing, Professor für Sozialwissenschaften und Rassismusforschung, Evangelischen Hochschule Bochum
- Batıkağan Pulat, Studienrat und Gewerkschafter
21:00 – 21:30
Abschluss und Ausklang
Welche Eindrücke haben wir in den letzten Tagen gesammelt, welche Erfahrungen miteinander gemacht? Wie geht es weiter, welche konkreten Ideen gibt es und wie blicken wir nach vorn? Eine Zusammenfassung von und mit Stefan Hunstein.
Wir für Demokratie: Wofür steht das Bochumer Bündnis? Wie arbeiten beteiligte Institutionen? Thomas Eiskirch liest Das Bochumer Versprechen
Cypher44 e.V.: Tanzperformance der Urban Dance Company aus Bochum, Choreografie: Kasa Kalenda
Ausklang im Foyer Klezmermusik von Freylekhs
Informationen zum Stück
- Konzert, Gespräch und Abschluss
- Quartett für das Ende der Zeit / Gespräch über die Entstehung einer faschistischen Gesellschaft / Wir für Demokratie
- Ort: Schauspielhaus
Informationen zu den Vorstellungen
Der Eintritt für den Abend im Schauspielhaus ist frei, Zählkarten sind im Webshop und an der Theaterkasse erhältlich.